Das System fällt nicht aus. Es lässt dich warten.
Nicht aus Bosheit.
Nicht aus Inkompetenz.
Sondern, weil es an seine Grenzen kommt.
Du merkst das nicht an einem Zusammenbruch.
Du merkst es hier:
Ein Termin rutscht.
Eine Leistung wird „geprüft“.
Ein Beitrag steigt – kommentarlos.
In der Neujahrsansprache hat Friedrich Merz es ungewöhnlich offen gesagt:
Das System stößt an seine Grenzen.
Und genau das ist der Punkt, den viele unterschätzen.
Grenzen heißen nicht Chaos.
Grenzen heißen Auswahl.
• Wer zuerst drankommt.
• Was noch bezahlt wird.
• Wie viel Zeit man für dich hat.
Und diese Auswahl trifft nie das System.
Sie trifft Menschen.
Viele reagieren erst, wenn sie selbst warten müssen.
Oder erklären sollen, warum „es gerade nicht geht“.
Oder anfangen zu rechnen.
Die Wahrheit ist unbequem:
Systeme sichern Abläufe.
Keine individuellen Lebensentwürfe.
Deshalb ist die entscheidende Frage nicht,
ob reformiert wird.
Sondern:
Wie gut du vorbereitet bist, wenn Warten zur neuen Normalität wird.