„Die meisten betrieblichen Krankenversicherungen sind teure Beruhigungspillen.“

Letzte Woche saß ich mit einem Unternehmer aus der IT-Branche zusammen, der mittlerweile über 60 Angestellte hat. Er schaut mich an und sagt: „Marco, sag mir doch mal, wer aktuell die beste betriebliche Krankenversicherung anbietet.“ Und genau hier liegt der große Denkfehler: Es geht nicht darum, irgendeinen Marktführer auszuwählen. Es geht darum zu verstehen, was dein Unternehmen wirklich braucht und was bei deinen Mitarbeitern am Ende ankommt. Die meisten Unternehmen haben längst eine betriebliche Krankenversicherung. Aber wenn ich die Verträge öffne, wird es oft unangenehm. Auf dem Papier stehen 800 oder 1.000 Euro Budget pro Jahr. In Wirklichkeit sind es dann vielleicht 250 Euro für Zahnthemen, 120 Euro für Brillenleistungen und manche Leistungen sind sogar komplett ausgeschlossen. Wenn dann die 50-Euro-Sachbezugsgrenze durch andere Benefits auch schon belegt ist, ist auch noch der Steuervorteil weg. Irgendwann lehnt er sich zurück und sagt: „Boah, wie geil ist das bei dir, Marco. Du kannst mir alle Versicherer anbieten und dir ist komplett egal, für wen ich mich letztendlich entscheide. So ist es auch, mir ist es tatsächlich egal, welcher Name auf der Police draufsteht. Eine betriebliche Krankenversicherung ist ein Signal: „Eure Gesundheit ist mir wichtig.“ Und genau deshalb sollte sie nicht nur gut klingen, sondern wirklich durchdacht sein.