„Ich hatte vor fünf Jahren eine Psychotherapie… damit bin ich raus, oder?“
Genau diesen Satz hat mir letzte Woche eine Unternehmensberaterin gesagt.
Sie ist Mitte 30, viel unterwegs, erfolgreich im Job und ein Mensch, den man sofort gerne mag.
Doch als wir miteinander gesprochen haben, war sie fest davon überzeugt, dass eine einzige Diagnose aus ihrer Vergangenheit alles entscheiden würde.
Für sie stand fest:
Der Weg in die private Krankenversicherung ist damit endgültig versperrt.
Viele Menschen denken genau so.
Sie glauben, eine Diagnose im Antrag und die Tür zur privaten Krankenversicherung fällt sofort zu.
Natürlich gibt es Erkrankungen, bei denen Versicherer sehr zurückhaltend sind.
Ein Schlaganfall, eine aktive Krebserkrankung oder Multiple Sklerose gehören dazu.
In solchen Fällen wird es tatsächlich oft schwierig.
Aber viele andere Diagnosen sind längst kein automatisches Aus.
Bluthochdruck, Migräne, Schilddrüsenerkrankungen oder ähnliche Themen führen in der Praxis häufig nicht zu einer Ablehnung, sondern lediglich zu einem Risikozuschlag im Beitrag.
Der eigentliche Fehler passiert oft viel früher.
Viele stellen einfach einen Antrag bei einer einzigen Gesellschaft und hoffen, dass es passt.
Kommt dort eine Ablehnung, wird es später schnell komplizierter.
Dabei bewerten Versicherer Risiken sehr unterschiedlich.
Was bei der einen Gesellschaft nicht funktioniert, kann bei einer anderen ganz normal angenommen werden oder nur zu einem kleinen Risikozuschlag führen.
Deshalb prüfen wir gesundheitliche Themen zuerst anonym bei mehreren Versicherern und stellen erst dann einen Antrag, wenn klar ist, wer dich wirklich versichert.
Mich interessiert deine Einschätzung:
Welche Diagnose würdest du spontan für ein K. O. Kriterium halten?